Jugendaustausch 2009 in Taio

vom 31.05. – 07.06.2009

Bella Italia

Zu Pfingsten fand nun schon der neunte einwöchige Jugendaustausch zwischen Heroldsberg und Taio statt. 17 Jugendliche zwischen 10 und 13 Jahren, davon 16 zum ersten Mal und die Betreuer Evi Vogel, Susanne Kolberg und Fritz Müller, wagten die aufregende Reise in die Heroldsberger Partnergemeinde.
Der Abschied am Hauptbahnhof Nürnberg war doch etwas aufgeregter als sonst, schließlich waren die eine oder der andere mit dabei, welche überhaupt das erste mal allein in die „Fremde“ fuhren.

Nach einer lustigen und problemlosen Fahrt trafen wir wie immer etwas gespannt aber doch freudig erwartungsvoll in Taio ein. Den restlichen Sonntag verbrachten dann alle in ihren Gastfamilien – ein erstes Beschnuppern mit einem gemeinsamen Pizzaessen am Abend.

Der Montag stand ganz im Zeichen der Schule. Nachmittags traf man sich auf dem Spielplatz in Mollaro (ein Ortsteil von Taio), seit Beginn des Jugendaustausches der Treffpunkt schlechthin. Wir lernten dann auch gleich ein erstes italienisches Wort: „Nostalgia“ zu deutsch „Heimweh“. Da doch einige noch sehr jung waren, blieb diese „Krankheit“ nicht aus. Es wurde aber im Laufe der Woche immer besser und die „Krankheit“ trat nur noch vereinzelt auf.

Am Dienstag feierten wir gemeinsam den italienischen Nationalfeiertag. Dass hieß, die Eltern hatten alle Zeit und wir machten ein großes Picknick im Sores Park. Gleich daneben der Klettergarten, welcher erst im letzten Jahr eröffnet wurde. Gemeinsame Spiele und die Absolvierung der einfachen bis schwierigen Kletterparcours hielten uns den ganzen Tag auf Trab. Müde ging es dann abends zeitig zu Bett.

Am Mittwoch ging es bereits früh um acht los nach San Romedeo, einer Franziskaner-Wallfahrtskirche in der Umgebung von Taio. Zuerst mit dem Bus und dann zu Fuß über einen speziellen Spazierweg, welcher auf halber Höhe in den Bergen angelegt wurde. Es gab herrliche Ausblicke bei der kleinen Wanderung. In der Wallfahrtkirche angekommen, konnten dann über hunderte von Treppenstufen gleich drei Kirchenräume besichtigt werden. Die Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, um kleine Geschenke in dem Andenkenladen der Franziskaner zu kaufen. Am Nachmittag trafen sich denn wieder viele auf dem Spielplatz in Mollaro, immer unter der Aufsicht auch der deutschen Betreuer.

Donnerstag morgen ein kleiner Abenteuerausflug nach Fondo: der dortige Canyon Rio Sass (übrigens erschien vor vier Wochen in Spiegel-Online ein großer Artikel darüber) wartete darauf, von uns erkundet zu werden. Ca. zwei Stunden dauerte die Erforschung unter fachkundiger Führung. Der Nachmittag dann wieder wie gehabt in den italienischen Gastfamilien.

Am Freitag Programmänderung: kein Museumsbesuch sondern ein Ausflug ins Bärengebiet. Dort besuchten wir einen Nationalpark mit Bärengehege. Zwei der dort ansässigen Braunbären (Orso Bruno) bekamen wir zu Gesicht. Aus dieser Gegend stammt auch der Bär Bruno, welcher sich vor Jahren einmal sogar bis nach Deutschland verirrt hatte.

Samstag war dann wieder Familientag. Bei schlechtem Wetter verließen wir Taio und fuhren mit zwei Bussen an den Gardasee. In Malcesine sollten wir zuerst auf den Monte Baldo entschieden uns aber nach einem kleinen Stadtbummel für eine Schiffsreise über den Gardasee bis nach Sirmione. Die ca. 2-stündige Überfahrt im Schnellboot begann bei traumhaftem Wetter. Doch nach etwa einer Stunde kam dann Wind auf und unser Schiff hatte schon einige Mühe. Bardolino konnte wegen starken Seegangs gleich gar nicht angelaufen werden. In Sirmione konnten wir nur mit Mühe anlanden. Aber nach einem großen Gelato war die Welt wieder in Ordnung und wir fuhren mit dem Bus zurück nach Taio. Am Abend dann die große Abschiedsparty in der Pizzeria in Taio. So wie unser Aufenthalt begann so endete er auch: mit einer fantastisch schmeckenden Pizza.

Sonntagmorgen der Abschied: auch dieses Mal gab es wieder Abschiedstränen. Man versprach sich wieder zu sehen am Straßenfest in Heroldsberg. Auch im nächsten Jahr wollen fast alle wieder dabei sein, wenn es heißt: Wiedersehen in Bella Italia.

Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren vor Ort: Sandra und Mario Magnani haben sich intensiv um unser aller Wohl gekümmert und uns den Aufenthalt zu einem Vergnügen bereitet. Ein Dank geht auch an die Commune di Taio, allen voran Bürgermeister Bruno Campedelli, welche sich äußerst großzügig gezeigt haben.

Wir freuen uns jetzt auf den Gegenbesuch Ende Juli. Wir wollen und werden versuchen, es den Italienern gleichzutun und ihnen die gleiche Gastfreundschaft entgegenbringen, wie sie uns gewährt haben.

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