Jugendaustausch 2011 in Heroldsberg

vom 17.07. – 24.07.2011

Dieses schöne und freudige Wiedersehen gab es dann in Heroldsberg am 17. Juli. Insgesamt 18 Jugendliche und drei Betreuer kamen zum Gegenbesuch. Bei so vielen Teilnehmern rentierte sich sogar ein eigener Bus von Taio bis Heroldsberg. Am Sonntag Nachmittag großes Hallo in Heroldsberg. Was alle Beteiligten schon kannten: „Oggi piove“. Gleich vorneweg gesagt hielt sich diese Wetterlage die ganze Woche bis zum Freitag. Am Samstag zum Straßenfest gab es dann einen kleinen Lichtblick. Zwar mit wenig Sonne und relativer Kühle aber dafür keinen Regen.

Montag morgen ging es in die Schule, am Nachmittag war ein Tiergartenbesuch angesagt. Abends dann noch einen „Absacker“ in der Heroldsberger Eisdiele. Diese abendlichen Treffen in der Heroldsberger Eisdiele haben schon seit Jahren Tradition und helfen ungemein gegen eine schlimme italienische Krankheit: „Nostalgia“ (Heimweh).

Dienstag das Highlight des Aufenthalts für die italienischen Jugendlichen: der Besuch im Freizeitpark Geiselwind. Ein ganzer Tag im Park macht rechtschaffen müde – vor allem die Betreuer.

Nach einer erholsamen Nacht ging es am Mittwochmorgen wieder in die Schule. Nachmittags um 17 Uhr ein weiterer Höhepunkt: eine Vorführung im Planetarium in Nürnberg in italienisch und in deutsch. Später dann kamen 4 italienische Radfahrer aus Taio in Heroldsberg an. Sie sind ca. 1000 km von Taio bis Heroldsberg in 8 Tagen gefahren.

Der Donnerstag begann mit einer Bahnfahrt nach Nürnberg. Dort warteten schon viele Geschäfte auf unsere italienischen Gäste. Ausgiebig shoppen war ein oft geäußerter Wunsch der italienischen Jugendlichen. Am Nachmittag kam der Bürgermeister von Taio, Stefano Cova in Heroldsberg mit dem Auto an. Nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister von Heroldsberg, Johannes Schalwig, gesellte er sich zu uns ins Haus der Jugend. Schließlich feierte dort sein Sohn seinen 17 Geburtstag. Er war mit dem Fahrrad nach Heroldsberg gekommen. Das Haus der Jugend hatte um 18 Uhr seine Pforten für die Disco geöffnet.. Zuvor noch eine Pizza zur Stärkung und dann ging die Post ab. Bis gegen 11 Uhr gab es nicht nur Tanz sondern viele Spiele wie etwa ein Kickerturnier. Nochmals vielen Dank an Gaby Ochner vom Haus der Jugend für die jahrelange Unterstützung.

Freitagmorgen noch mal Unterricht. Der Nachmittag stand dann den Familien zur freien Verfügung. Für alle Aktiven vom Partnerschaftsverein hieß es dann Vorbereitung des Empfangs des Busses mit noch mal 40 Italienern. Zum Empfang selbst drängten sich dann ca. 130 Menschen im Bürgersaal. Schließlich wollten sich die Eltern auch einmal gegenseitig Kennenlernen. Bis spät in die Nacht dauerte diese Begegnung.

Am Samstag Vormittag für die sehr kulturinteressierte Italiener eine Stadtführung in Nürnberg, danach stürzten sich alle ins Getümmel des Heroldsberg Straßenfestes. Treffpunkt wie immer der Stand des Partnerschaftsvereins Taio, wo es ausgezeichneten Wein und Käse aus der Region um Taio gab. Spät in der Nacht kamen dann auch die letzten ins Bett.

Der Sonntag führte uns dann nach Wolfshöhe. Eine kleine Ortschaft bei Schnaittach, in der wirklich gutes Bier gebraut wird. Das war es, was unsere italienischen Gäste unbedingt sehen wollten: eine deutsche Privatbrauerei. Dolmetscherin Sonja Mahler hat sich extra auf das Thema Brauerei vorbereitet. Wer weiß schon, was Gerstenmalz und Sudkessel auf italienisch heißt. Sonja Mahler zeigte hier keine Schwächen. Nach einer kleinen Bierprobe vom „Zwicklhahn“ ging es gut gelaunt zurück nach Heroldsberg. Dort wartete schon das Abschiedsbuffet. Christian Bauer mit Ehefrau Gisi und Tochter Jana gaben zusammen mit dem Sohn des Bürgermeisters aus Taio, Massimiliano Cova und Dr. Finzel aus Heroldsberg ein kleines Abschiedskonzert. Wie immer mit einer kleinen Einlage von Christian Bauer: Trompete in Tuba (von seiner Frau Gisi bedient). Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass sich diese musikalische Einlage zukünftig ausweitet zu einem immer größer werdenden Orchester.

Zum Abschluss bedankte sich PV-Vorsitzender für Taio, Fritz Müller, bei allen Eltern, Jugendlichen aber auch allen Helfern aus dem Partnerschaftsverein und dem Haus der Jugend für den immensen Einsatz der letzten Wochen. Ohne dieses Engagement und natürlich der finanziellen Unterstützung der Gemeinde wäre diese lebendige Partnerschaft nicht möglich. So finden sich jedes Jahr aufs Neue die Menschen beider Länder und gründen Freundschaften, die viele Jahre Bestand haben.

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